Aufschlag LITERATUR ALS POP
- Als Vorschau auf die Ausstellung, die vom 29.9-19.11.06 im Kölner Kunsthaus Rhenania zu sehen sein wird, präsentiert die c/o pop einen ersten kleinen Einblick<br/>
- <br style="font-weight: bold;"/><span style="font-weight: bold;"> Außerordentlich und obszön" - Die Popliteratur und Rolf Dieter Brinkmann<br/>
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- <papaya:media src="75784fd4d0c3358db0c2e8d841e30a82.gif" width="376" height="361" resize="abs" align="middle" /><br/>
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- <papaya:link topic="591" text="Filmreihe zur Ausstellung und Museumsnacht" altmode="yes" /><br/>
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- <papaya:link topic="592" text="Lesungen zur Ausstellung" altmode="yes" /><br/>
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- <papaya:media src="3f8228ea2d327b9df9c11a298eb2ab04.pdf" download="yes" text="Zum Download des kompletten Info-PDfs (ca. 630kb)." /><br/>
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- "<span style="font-weight: bold;">Außerordentlich und obszön</span>" - dieses Zitat aus einer Rezension des Kritikers Reich-Ranickis über den Roman "Keiner weiss mehr" (1968) zeigt bis heute die Ambivalenz mit der die kulturelle Öffentlichkeit Schriftstellern wie Rolf Dieter Brinkmann (1940-75) und anderen Popliteraten begegnet. Zum einen sind sie fester Bestandteil des literarischen Kanons, Schullektüre gar, zum anderen Apologeten des Undergrounds.<br/>
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- Das vorliegende Projekt präsentiert deutsche Popliteraten als Schriftsteller, Collagisten und Hörbuchautoren ebenso wie als Katalysatoren für die Verbreitung der aus dem anglo-amerikanischen Kulturkreis stammenden Ideen von Beat/Pop und Underground. <br/>
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- Der für Burroughs wie Brinkmann, Ploog, Weissner u.a. typische Montagestil findet seine methodische Entsprechung in der Veranstaltungskonzeption. Neben einer historisch-linearen Darstellung von Leben und Werk sollen diese Autoren vor allem auch im Kontext der kulturell-politischen Aufbruchsbewegung der späten 60er Jahre gezeigt werden, die hier nur skizzenhaft mit Schlagworten wie Underground, APO, Hippies und Bewusstseinserweiterung, New American Cinema, small press movement, Undergroundpress, psychedelische Musik usw. belegt werden können. In diesem Zusammenhang wird u.a. Brinkmanns und Rygullas Tätigkeit als Herausgeber anglo-amerikanischer Beat- und Popliteratur untersucht. Der von Brinkmann und Rygulla publizierten Anthologie ACID, die als Erstlingswerk in Jörg Schröders MÄRZ Verlag im Mai 1969 erschien, kommt in diesem Rahmen eine Schlüsselrolle zu. Ausführlich wird in der Ausstellung auch die Rolle der damals zahlreich entstehenden Alternativverlage untersucht (Oberbaum Verlag, Melzer, MÄRZ, Zeitschriften wie Gasolin, Gummibaum, Klacto, Germania, UFO) Neben den deutschen Vertretern des literarischen Undergrounds der Epoche (Ploog, Weissner, Hübsch, Fauser, Wondratschek u.a.) dokumentiert das Projekt auch die anglo-amerikanischen Vorbilder von Burroughs, Ginsberg bis Bukowski, O´Hara, Berrigan in Texten, Dokumenten und Filmen, Lesungen, Performances. Neben historisch/dokumentarischen Exponaten (Erstausgaben, Autographen, Zeitschriften usw., Fotografien, Film und Tondokumenten von Deutsche Popliteraten und den internationalen Underground der 60ert/70er Jahre präsentiert das Projekt künstlerische Arbeiten, die sich in ihrer Gestaltung auf Burroughs, Brinkmann, Ploog usw. beziehen oder in Analogie zu dessen Werk gesehen werden können. Dazu zählen die scrapbooks von W.S. Burroughs, Arbeiten von Dieter Roth und Mel Ramos ebenso wie Textbilder von Ferdinand Kriwet, Gemälde von Henning John v. Freyend und der EXIT Gruppe, u.a. Filme, Vorträge, Konzerte und Performances sind darüber hinaus integraler Bestandteil des Konzepts, die im Kölner Filmhaus und anderen Orten aufgeführt werden. Das Projekt wird u.a. in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart/Archiv Sohm, Pop-Sammlern und den Weggefährten/Zeitzeugen realisiert. <br/>
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- <span style="font-weight: bold;"> Zeitraum: 29.9 bis 19.11.2006</span><br style="font-weight: bold;"/> <br style="font-weight: bold;"/><span style="font-weight: bold;"> Öffnungszeiten: Fr., 18 - 22 Uhr, Sa.-So. 12 - 18 Uhr</span><br/>
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- Veranstalter: Stadt Köln, Kulturamt, Popkultur Köln e.V, Dokumentationszentrum für Popkultur, Filmhaus Kino Köln, Literaturhaus Köln; Schauspiel Köln<br/>
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- Mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung

